Der
Bogen des Stiergehörns „cornua lunae“ steht
seit Urzeiten für die Sichel des Mondes, die rhythmisch
wächst und abnimmt. Wer das Mondtier tötet, erlangt
deshalb Macht über Geburt und Tod. So war es schon im
antiken Mithras-Kult, wo der Gott als „sol invictus“,
als unbesiegbare Sonne, verehrt wurde. Gleich der Sonne Macht
zu erlangen über das Sinnbild des Mondes - und damit
über Tod und Wiedergeburt - das ist der innerste Antrieb
des Toreros
und der Wunsch der Masse, die ihm zujubelt.
Nordeuropäer haben oft Probleme mit dieser Mythologie, sehen sie doch den Stierkampf eher als öffentliches Abschlachten, das nur durch die laxen Tierschutzgesetze ihrer südlichen Nachbarn ermöglicht wird. Trotzdem sollten Sie sich die Ferias, diese wundervoll bunten Volksfeste in Spanien und Südfrankreich nicht entgehen lassen. Sie können ja einen weiten Bogen um die Stierkampfarena machen, es ist auch sonst genug los, um keine Nacht vorm Morgengrauen ins Bett zu kommen, und sicher werden Sie noch lange von den aufwühlenden Melodien des Flamenco oder sonst einer Gipsy-Band träumen. Sie haben eine riesige Auswahl, denn es locken die bunte Feria de Caballo, die berühmte Feria de Abril, die Feria de Cordoba und auch das berühmte Stierrennen in Pamplona.
Noch viele weitere Vorschläge, wie Sie dorthin gelangen und tagsüber dann doch noch in einem ordentlichen Bett schlafen können, sagen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.
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"Als Europäer begrüße ich das Erscheinen dieses Top 500 Events Führers, der in Wahrheit viel mehr ist, nämlich eine kleine Enzyklopedie der regionalen Traditionen und Bräuche in Europa. Dieser ist für jeden Europäer ein wertvoller Reiseplaner. Mich wird dieser Führer bei meinen Reisen durch Europa in Zukunft immer begleiten.
Ich hoffe,dass auch Sie mit dem Führer viel Freude haben und Europa wieder ein Stück mehr zusammen wächst."
Jacques Santer
ehem. Ministerpräsident von Luxembourg
ehem.Präsident der Europäischen Kommission
